Freitag, 16. Juli 2021

Moppedtour zum Gardasee



 ...nun heißt es endlich wieder: "Es geht auf Tour"👍😁

Heute startete wir, wir, das sind mein MIG-Kumpel Ulf und meine Wenigkeit, eine weitere Moppedtour Richtung Gardasee.
Die Unterkünfte bis zum & am Gardasee hatten wir zuvor gebucht, da wir die Befürchtung hatten, das unser Wunsch-Hotel am Gardasee, wegen der beginnenden Ferien, womöglich ausgebucht wäre.

Treffpunkt war um 8h an der Jet-Tanke in Schönefeld und von hier ging es nun gemeinsam, für die nächsten 16 Tage, auf Tour. 
Unser Ziel ist erst einmal der Gardasee und anschließend geht es dann in die Dolomiten.
Mal schauen was das Dickschiff so kann...

Aber erst einmal der Reihe nach...

Tag 1/16 (Do, 01.07) Berlin-Rodewisch (399 km)

Es ging über 395km Landstraße. Wir sind in Berlin bei monsunartigen Regenfällen losgefahren, das änderte sich aber ab Trebbin. Hier hatten wir erst einmal den Regen überstanden und konnten sogar die Regenpelle ausziehen. 
Unseren ersten Fotostopp legten wir an der Holländermühle in Schöna-Kolpien ein. Weitere Fotostopps waren dann noch an der Altväterbrücke bei Freiberg und an der Talsperre Saidenbach. Ab hier mussten wir leider bis zum 1.Etappenziel Rodewisch, dann wieder den Regen in Kauf nehmen.
Trotzdem war es eine wunderschöne Strecke, die riesigen Spaß machte...
In Rodewisch, was im sächsischen Voigtland liegt,  hatten wir das Hotel Garni, in der Dr.-Goerdeler-Str. 4, 08228 Rodewisch, gebucht gehabt. Es ist vielleicht nicht die beste Gegend gewesen, aber das, was uns für den Übernachtungspreis geboten wurde, war top, kann ich weiterempfehlen. 👌
  Holländermühle in Schöna-Kolpin          Altväterbrücke bei Freiberg              Talsperre Saidenbach       

Tag 2/16 (Fr, 02.07) Rodewisch - Saibersdorf (381 km)

Heute ging unsere Fahrt weiter, von Rodewisch nach Saibersdorf am Inn.
Nach einem guten Frühstück und dem anschließenden Gepäck aufschnallen, machten wir uns gegen 9h auf den Weg.
Die ersten 300km waren wir im Dauerregen unterwegs, erst 70km vor dem Ziel kam endlich wieder die Sonne heraus... 
Aus diesem Grunde musste ich erst einmal in die Waschbox und mein Dickschiff vom ganzen Dreck befreien, bevor wir unsere heutige Unterkunft Gasthof zum Kirchenwirt, Kirchdorferstraße 20, 84375 Kirchdorf am Inn erreichten. 
Am Abend hatten wir dann noch einen Spaziergang zum naheliegenden Inn unternommen, mal ein wenig die Beine vertreten 😁 und den Sonnenuntergang bewundert.



Tag 3/16 (Sa, 03.07) Saibersdorf, D - Brenner, It (269 km)

Der Tag begann ebenfalls mit einem guten Frühstück, dann Gepäck aufschnallen und so gegen 9h ging es weiter von Kirchhof am Inn. Heute ging es das erste Mal über die Grenze nach Österreich zum Brenner und auch gleich weiter über die italienische Grenze, wo unsere nächste Unterkunft Hotel Bergkristall, Pflersch 88, 39041 Brenner, It 👌 auf uns wartete. Der Brenner auch so ein Pass den ich immer mal fahren wollte und hinterher so enttäuscht war, wie langweilig er war. Wir sind zwar die alte Brennerpassstraße gefahren, aber hinterher habe ich erfahren, das nicht nur die Brennerautobahn neu gebaut wurde, es wurde auch die Passstraße erneuert. Aber nun gut, ich bin über den Brenner gefahren.
Zu unserer heutigen Tour gibt es nicht viel zu erzählen, es waren nur 266km/5Std Fahrzeit, aber trotzdem waren wir 9Std unterwegs. 

Nicht weil die Straßen so schlecht waren, ganz im Gegenteil, die Landschaft hatte es uns angetan und so legten wir viele Fotostopps ein....
 
 Die Alpen in greifbarer Nähe...

Die heutige Etappe sind wir nur bei schönem Wetter gefahren, allerdings gab es am Abend und bis in die Nacht hinein dann wieder Gewitter mit kräftigen Regen...


Tag 4/16 (So, 04.07) Brenner, It - Gargnano di Lago, It (278 km)

Nach den nächtlichen Gewittern war natürlich nach dem Erwachen, das Erste, der Blick aus dem Fenster.
Aber als mich dann die Sonne anstrahlte, war ich erst einmal beruhigt. 
 
 
Nun begann das täglich Prozedere: 8h frühstücken, anschließend Gepäck aufschnallen und gegen 9h ging es weiter auf unserer Tour und die wurde anstrengend.
 
 
Durch diesen Tunnel kamen wir (roter Pfeil) 
Die heutige Route führte vom Brenner vorbei an etlichen Burgen & Schlössern, über diversen abenteuerlichen Bergstraßen mit engen TunnelnWeiter ging es dann über die Südtiroler Weinstraße, zum Gardasee.
 
Ich musste das erste Mal, das 400kg Dickschiff durch schmale und steile Spitzkehren lenken...
Oh ja, das ist Arbeit und am Anfang hab ich mich auch noch ein wenig steif gefühlt, aber es wurde dann schon etwas besser. Spätestens am Ende der Reise, hab ich sie vollends im Griff.

  Die Südtiroler Weinstraße 

Es war eine schöne, aber auch anspruchsvolle Route und das Wetter spielte zum Teil auch mit.
Am Ende sollte die Route über die Berge, runter zum Gardasee führen. Leider waren einige Abschnitte, wegen einer lokalen Veranstaltung gesperrt. Alle Versuche diese Sperrungen irgendwie zu umgehen, blieben erfolglos. Als es dann auch noch ca. 80km/2,5Std vor dem Ziel anfing, in den Bergen zu regnen, beschlossen wir den direkten Weg über die Küstenstraße zu nehmen.
Diese Entscheidung hatte sich am Ende als goldrichtig erwiesen, denn die letzten ca. 30km sind wir dann im Starkregen bis zu unserem Hotel Lido, Via Colletta 64, 25084 Gargnano, It gefahren.
Nun haben wir ihn erreicht - den wunderschönen Gardasee 👌

Als am Abend der Regen endlich aufhörte, machten wir uns zu Fuß auf den Weg die nähere Umgebung zu erkunden und fanden dabei eine tolle Pizzeria.
Wow, Pizza in Italien, ist einfach der Hammer.... 👌

Eindrücke vom Spaziergang am Gardasee


Am späten Abend ist dann nochmal ein heftiges Gewitter vorbei gezogen.....
 

Tag 5/16 (Mo, 05.07) Tagestour nach Sirmione, IT (90 km)

Heute hatten wir uns mit einem befreundeten Pärchen getroffen, um eine kleine Tagestour ins 48km entfernte Sirmione zu unternehmen. Sirmione liegt am Südufer des Gardasees etwa 31 km südöstlich von Brescia und etwa 30 km nordwestlich von Verona auf einer Halbinsel, die etwa vier Kilometer in den See hineinragt. Der historische Ortskern erstreckt sich an der schmalsten Stelle der Halbinsel etwa drei Kilometer vom Südufer entfernt. In diesem oberen Bereich hat die Landzunge die Form eines Dreiecks. Den historischen Ortskern muss man echt gesehen habe, einfach nur traumhaft...

 
Eindrücke von der Halbinsel Sirmione
Der heutige Ausflug bleibt uns aber leider auch etwas negativ in Erinnerung, denn wir hatten dort ein Ticket über 42€ fürs Falschparken bekommen...
Trotzdem war es ein wunderschöner Tag, auch wenn wir, bei 27°C total durchgeschwitzt waren, denn schließlich waren wir ja in kompletter Motorradkluft unterwegs....
 
Tag 6/16 (Di, 06.07) Badetag
Heute waren es 30°C und aus diesem Grund hatten wir beschlossen die Moppeds stehen zulassen.

Vormittags hatten wir erst einmal unser kleines Örtchen erkundet und im Anschluss war sonnen und baden angesagt.


Leider hatten wir aber dann doch ein wenig die Sonne unterschätzt, denn wir hatten uns einen ziemlichen Sonnenbrand eingefangen...

Tag 7/16 (Mi, 07.07) Tagestour nach Riva del Garda mit dem Bus

Auch heute hatten wir, bei 32°C die Moppeds stehengelassen und sind dafür mit dem Bus nach Riva del Garda gefahren. Das Tagesticket kostete 6€/p.P. und der Bus fuhr alle 2Std.
Erst hatten wir uns den Ort angeschaut, dabei hatten wir auch die 165 Stufen bis zur Turmspitze des Torre Apponale nicht gescheut.
Zum Schluss hatten wir dann noch eine Bootsfahrt unternommen, bevor es um 17.50h wieder mit dem Bus zurück nach Gargnano ging.
Was soll ich hier sonst noch groß schreiben, ich lasse einfach die Bilder wirken...
  Der Torre Apponale von außen   von innen                               und die Aussicht von da oben...
Abends gab es dann noch ein letztes Mal, baden im Gardasee, denn morgen geht es weiter....

Tag 8/16 (Do, 08.07) Gergnano di Largo - Monno über den Passo di Mortirolo (167 km)

Heute hieß es nun Abschied nehmen vom Gardasee. Es ging wieder in die Berge. Gleich als erstes ging es direkt über die Panoramastraße, nach oben. Von hier aus hat man einen schönen Blick über den Gardasee und auch auf unsere Badebucht.
 
Es ging dann weiter auf Bergstraßen, die es schon in sich hatten. Teilweise sehr eng, aber auch sehr verschmutzt, vom nächtlichen Gewitter. Es ging am malerischen Stausee vorbei, sowie am Largo Idro, zu meiner ersten Passstraße mit dem Dickschiff, dem Passo Crocedomini auf 1845m.
  Stausee Lago Valdestino                    Lago Idro                                                        Passo Crocedomini

Ja, so langsam hab ich sie im Griff und es fängt an Spaß zu machen, das Dickschiff durch die engen und steilen Spitzkehren zu  manövrieren.... 
Die heutige Nacht verbrachten wir in einem Berggasthaus Belvedere Mountain Experience, Passo del Mortirolo Località Belvedere, 25040 Monno, It, 👌👌 oben in den Bergen, zu dem man nur über eine Bergstraße, mit 10 Spitzkehren kommt....

...innerhalb weniger Stunden wechselt hier das Wetter


Und wir hatten auch wieder mit dem Wetter Glück. Die ganze Zeit war es trocken, erst kurz nachdem wir die Moppeds in die Garage gestellt hatten zog auch hier ein schweres Gewitter auf. Gewitter in den Bergen das hat irgendetwas.....

Tag 9/16 (Fr, 09.07) Monno - Goldrain über Gaviapass-Stelviopass (149 km)

...traumhaftes Wetter, ideal für unsere heutige Passtour
Heute wurde es nun erst, es geht in die italienischen Alpen....
Also das Wetter war uns gnädig gestimmt, nachdem gestern Abend und auch noch in der Nacht schwere Gewitter und Starkregen gewütet hatten, wurden wir heute mit strahlemden Sonnenschein geweckt.
Also auf geht's und da ich mich nun schon sehr vertraut mit dem Dickschiff fühlte, sollte es heute nicht nur über den Passo Stelvio, sondern auch über den Passo Gavia gehen.

...nun war es soweit, die Befahrung des Passo Gavia, mit dem Dickschiff


oben am Pass

Der Passo Gavia, diese Passstraße muss man mal gefahren sein. Sie ist allerdings recht schmal und von sehr schlechter Straßenqualität. Leitplanken gibt es auch kaum. Auf der Südseite meist einspurig mit vielen Spitzkehren. Es gilt vorsichtig zu fahren, da es neben der Straße steil bergab geht. Dafür ist es ein Naturerlebnis der besonderen Art. Man fühlt sich, wie in eine andere Welt versetzt. Landschaftlich sehr schön und durch die Höhe auch im Sommer schön kühl. Hier oben auf 2650m liegen immer noch Schneereste. Für mich ist es der schwierigste Pass den ich bis jetzt gefahren bin (im September 2020 mit der Crossbone), umso mehr war es eine Herausforderung für mich, diesmal diese schwierige Passstraße mit dem Dickschiff zu fahren. 💪
Als nächstes ging es dann über den Passo Stelvio oder auch Stilfser Joch genannt. 
  Passo dello Stelvio (Bormio)     hier ist ein Teil der 48 Spitzkehren zu sehen     Passo dello Stelvio (Bormio)
Es ist ein Gebirgspass in den Ortler-Alpen. Auf seiner Länge von 23,3lm befinden sich 48 Spitzkehren. Mit einer Höhe von 2757 m ist das Stilfser Joch der höchste Gebirgspass in Italien und nach dem Col de l’Iseran der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen.

Das Stilfser Joch in Süd-Tirol


...die letzte Spitzkehre (#48)
Dieser Pass hat zwei Namen, denn genau oben am Pass, auf 2760m befindet sich die Grenze von der Lombardei zu Südtirol. Oben am Stilfser Joch wird man auch sogleich in österreichischer Sprache, mit Bratwurst & Sauerkraut im Brot begrüßt.
Es war der absolute Wahnsinn mit dem Dickschiff über diese beiden Pässe zu steuern und sogar ein paar GS-Fahrer dabei zu überholen. -Wahnsinn-
Den Passo Stelvio zu befahren, war für mich besonders wichtig, denn hier sitzen an den Kurven Berufsfotografen und machen wunderschöne Fotos von einem. Hier hatte ich letztes Jahr die tollen Fotos von der Crossbone bekommen und genau solche Fotos wollte ich nun auch von meinem Dickschiff haben und ich habe sie bekommen.
👉...und hier sind sie nun, die Aktionfotos vom Stelvio-Fotografen 😁👍
20km vor Meran hatten wir dann eine super Unterkunft gefunden.
Glücklich aber auch total erschossen, checkten wir dort ein.

Tag 10/16 (Sa, 10.07) Goldrain, IT - Gschnitz, AT über Reschenpass, Timmelsjoch & Jaufenpass

Eigentlich wollten wir heute nur eine Tour über den Reschenpass machen und dann irgendwie nach Meran zu unserer ursprünglichen Route zurückkehren. Aber es ist ganz anders verlaufen....
Da wir vom Reschenpass total enttäuscht waren, suchten wir uns danach eine andere kurvige Route zum Pitztal. Die war schon mal super...
 
Erst einmal machten wir einen Fotostopp am versunkene Kirchturm im Reschensee.
...der versunkende Kirchturm von Altgraun
Als der Stausee am Reschenpass, dort wo die Etsch ihren Ursprung hat, angelegt wurde, fielen viele Gebäude den Fluten zum Opfer. Für die Stromerzeugung wurden im Sommer 1950 die Dörfer Graun und Teile von Reschen, sowie die uralten Weiler von Arlung, Piz, Gorf und Stockerhöfe geflutet. Insgesamt handelte es sich um 677 Hektar Grund und Boden: Die Einwohner und Hofbesitzer wurde zwangsenteignet und zur Aus- oder Umsiedlung gezwungen. Nur das Kirchlein von Alt-Graun aus dem 14. Jahrhundert trotzte diesem dunklen Kapitel Südtiroler Geschichte. Sein denkmalgeschützter Kirchturm ragt heute noch aus den Fluten und ist, je nach Wasserstand, mehr oder weniger sichtbar.
Gache Blick
Der Stuiben-Wasserfall

Nach einigen Fotos ging es dann weiter, wie schon erwähnt auf kurvigen Strecken Richtung Pitztal. Hier legten wir einen weiteren Fotostopp an der Aussichtsplattform Gache Blick ein.
Der Gache Blick zeichnet sich durch einen sehenswerten Panoramablick aus. Auf dieser Plattform befindet man sich rund 200 Meter über dem Boden und überblickt das wundervolle Panorama, danach ging es weiter auf der Ötztal Straße mit einem kleinen Umweg, zum Stuiben-Wasserfall.

Unsere weitere Planung war dann, das wir noch das Timmelsjoch/Passo del Rombo und den Jaufenpass überquerten.
Das Timmelsjoch (At)/Passo del Rombo (It) & die Mautstation

Das Timmelsjoch, kurz der Timmel/Passo del Rombo, ist ein Grenzpass zwischen Österreich (Bundesland Tirol) und Italien (Provinz Südtirol) und liegt auf einer Höhe von 2474m.
 
         ⇑ die italienische. Seite                          ja, Schnee                            die österreichische Seite      
                                            Die Serpentinen auf der Südrampe

An der Mautstelle auf der österreichischen Seite befindet sich das "Top Mountain Motorcycles Museum". 

die Mautstelle mit dem abgebranntem Museum (Jan'21)    das aufgebaute Restaurant (Jul'21)

Das Top Mountain Motorcycle Museum in Hochgurgl in Tirol galt als das höchstgelegene (2171 m ü. A.) Motorradmuseum Europas. Es wurde im April 2016 eröffnet und hatte einen Ganzjahresbetrieb. Auf einer Fläche von rund 3000 m² wurden historische Motorräder und Automobile sowie Sonderausstellungen gezeigt. 2018 waren etwa 230 Motorräder von über 100 verschiedenen Herstellern zu sehen (davon rund 30 Leihstücke). Zwei Drittel der Exponate waren nach wie vor fahrtüchtig. „Pate“ des Top Mountain Motorcycle Museum ist Giacomo Agostini. Am 18. Jänner 2021 brach im Museum ein Brand aus. Dabei wurden beinahe sämtliche Exponate zerstört. Als Brandursache wurde ein technischer Defekt im Bereich eines Präsentationsmonitors in der Ausstellungsfläche des Museums festgestellt. Mit dem Wiederaufbau des TOP Mountain Motorcycle Museums wurde begonnen und das Museum soll bis Herbst 2021 mit einer auf 4500 m² erweiterten Ausstellungsfläche neu eröffnet werden.   
Nach diesem Pass ging es weiter Ri Meran. So gegen 16:30h suchten wir uns dann wieder eine Unterkunft über booking in unserem Umkreis und wurden auch fündig. Entfernung 30km. Super, also gleich gebucht, nur was wir nicht wussten, booking sucht im Umkreis Luftlinie...

Als wir dann also die Adresse der gebuchten Unterkunft im Navi eingegeben hatten, sagte es uns 89km/1,5Std. Okay, also ging es nun über den Jaufenpass Richtung Brenner zu unserer Unterkunft.
Der Jaufenpass/Passo di Monte Giovo) ist ein Gebirgspass in Südtirol. Er verbindet auf einer Höhe von 2094m das Waltental mit dem Ratschingstal. Er ist sehr kurvenreich und hat 20 Kehren. Somit hatten wir heute drei Pässe und 300km absolviert...
Unsere heutige Unterkunft befand sich in Gschnitz, was wiederum in Österreich liegt, entgegen unser eigentlichen Route, aber egal, dafür wartete eine super Unterkunft auf uns...
Zu mindestens laut den Bewertungen auf booking.de!! Leider mussten wir diesmal feststellen das dem nicht so war.
Die Unterkunft war alles andere als gut. Das Inventar wie von einem Flohmarkt zusammengestellt, die Wirtin unmöglich...
Uns ist es echt ein Rätsel wie diese Unterkunft: Gasthof Alpenrose und Pension Nina, Gschnitz 61, 6150 Gschnitz, AT 👎👎😖 diese super Bewertung bekommen konnte, aber egal, es war ja nur für eine Nacht.....

Tag 11/16 (So, 11.07) Gschnitz, AT - St. Jacob, AT über Würzjoch, Furkelpass & Staller Sattel (208 km)

Der Tag begann erst fürchterlich, in der Nacht zogen wieder schwere Gewitter durch und auch früh beim Aufstehen war der Blick aus dem Fenster erschreckend. Es goss aus Kübeln. Aber als wir uns wieder einmal gegen 9h uns auf den Weg machten, hörte schlagartig der Regen auf und später kam auch wieder die Sonne raus. So konnten wir unsere heutige Tour, die über drei anspruchsvolle Pässe führte, voll genießen.

Erst einmal mussten wir zurück nach Italien, damit wir dann die drei Pässe das Würzjoch (1987m), dem Furkelpass (1789m) und den Staller Sattel (2052m) überqueren konnten. 

Das Würzjoch/Passo delle Erbe) ist ein 1982m hoher Gebirgspass in den Südtiroler Dolomiten
.  
am Furkelpass
Der Furkelpass/Passo Furcia), ist ein 1789 m hoher Gebirgspass in den Dolomiten. Der Pass verbindet die Ortschaften Olang im Pustertal und St. Vigil in Enneberg in der italienischen Provinz Südtirol. Damit markiert der Pass auch die historische Sprachgrenze zwischen deutsch- und ladinischsprachigem Gebiet im Dolomitenraum. Die Passstraße ist 19 Kilometer lang und überwindet eine Höhendifferenz von 744 Metern. 
Die durchschnittliche Steigung beträgt 12 %, die maximale Steigung 15 %. 
Der Furkelpass sowie der Staller Sattel sind landschaftlich einfach der Hammer. 
Der Antholz See
Bevor es nun über den letzten Pass ging, dem Staller Sattel, machten wir noch einmal einen Fotostopp am wunderschönen Antholzer See.
Was für ein Panorama mit diesem türkisfarbenen See.
Eine Besonderheit des Staller Sattels ist seine Einbahnregelung: Wechselweise zur halben und zur vollen Stunde wird der Verkehr für dann 15 Minuten in die jeweilige Richtung freigegeben. In unserer Fahrtrichtung, also vom Antholzer Tal aus Südtirol kommend, ist das zur halben Stunde. Wird dieses Zeitfenster verpasst, heißt es bis zu 45 Minuten Wartezeit. Aber wir hatten Glück, denn als wir am Staller Sattel ankamen stand die Ampel auf Grün und so konnten wir ohne Wartezeit den Pass überqueren. Zu dem kam auch noch hinzu, dass wir keinen vor uns hatten und so konnten es mal wieder so richtig krachen lassen. 
die Grenze zu Italien und der Antholzer See                                                 Die Grenze zu Österreich


Wasserfall Maria Hilf
Oben angekommen, überquerten wir die Grenze zu Österreich, erreichten somit das Defreggental. Dann noch einmal einen kurzen Fotostopp am Wasserfall Maria Hilf, bevor es zu unserer nächste Unterkunft ging.
Das Gästehaus Posthof, Unterrotte 46, 9963 St. Jakob in Defereggen. AT, 👌 auch wieder eine Unterkunft die sehr zu empfehlen ist.
 

Tag 12/16 (Mo, 12.07) St. Jakob, AT - Bruck, AT über Großglockner Hochalpenstraße

Heute war ein Tag mit einigen Hindernissen, es sollte über den Großglockner bis nach Bruck gehen. 
Aber wir mussten leider erst einmal in Lienz eine Suzuki-Werkstatt aufsuchen, um die Hinterradbremse an der Suzuki reparieren zulassen. Zum Glück wurde uns prompt geholfen und so konnten wir, nach ca. 2 Std die Fahrt fortsetzen. Nun ging es zur Großglockner Hochalpenstraße, schnell noch die unverschämte Mautgebühr von 27,50€/p. Mopped entrichten und dann konnte es weitergehen. Auf dem Weg zur Franz-Josef Höhe kamen wir am Wasserfall Fensterbach vorbei. Hier lag noch ordentlich Schnee, der durch den Wasserfall zu einer Höhle wurde.
Der Wasserfall "Fensterbach" mit der Schneehöhle
Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, dieser Aussichtspunkt ist nach dem Besuch des Kaiserpaares Franz Joseph I. und Elisabeth, Sissi, im Jahr 1856 benannt. Der 26-jährige Monarch wünschte die Pasterze zu sehen. 

der Stausee am Ende der Pasterze           Blick auf den Großglockner           die Pasterze (Gletscher)
Die Pasterze ist mit etwas mehr als 8 km Länge der größte Gletscher Österreichs und der längste der Ostalpen. Sie befindet sich am Fuße des Großglockners
Blick auf den Großglockner            ⇑Blick auf den Margaritzestausee                             Das Großglocknertor

Der Hochtor-Tunnel
Im Anschluss ging es dann vorbei am Margaritzestausee, der liegt am Fuß der Pasterze bzw. des Großglockners, weiter zum Hochtor. In der Mitte des Hochtor-Tunnels befindet sich die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. und dann zur Edelweißspitze. Da das hier der höchste Punkt war, wäre es nun wieder bergab gegangen, wenn da plötzlich -oh Schreck- nicht das Gepäck auf der Suzi fehlen würde. Gestohlen??
Nein, das wurde in der Werkstatt in Lienz abgeladen und vergessen wieder aufzuladen und wir hatten es beim losfahren nicht bemerkt, vor lauter Freude das uns geholfen wurde.
Nun hieß es mit Speed wieder zurück nach Lienz, da wir nur 60min Zeit hatten, bevor die Werkstatt schließt, ok wir hatten es in 40min geschafft. 😁
So was nun, wieder hier eine weitere Nacht verbringen und vermutlich vom Unwetter überrascht zu werden oder noch einmal zurück über den Großglockner?? 😏 

Da die Maut für den ganzen Tag zählt, hatten wir uns entschieden noch einmal über den Großglockner zu fahren und diese Entscheidung hatten wir nicht bereut, denn wir waren fast alleine und konnten so die 47km Nonstop im Renntempo genießen. Gegen 20h sind wir dann in Bruck in unserem Hotel Lukashansl, Salzburgerstrasse 1, 5671 Bruck an der Großglocknerstraße, AT 👌angekommen.
Was war das heute wieder für ein geiler Kurventag....

Tag 13/16 (Di, 13.07) Bruck, AT - Rožmberk nad Vltavou, CZ (317km)

Heute ging es wieder einen Schritt weiter in Richtung Heimat.
Wir verließen so langsam die Berge. Es ging zwar nochmals über zwei Pässe, dem Lueg & dem Gschütt, aber die waren kaum der Rede wert, oder wir sind nun total überreizt mit Spitzkehren & Co. Auf unserer heutigen Route ging es auch vorbei an der Burg Hohenwerfen. 
Die Festung Hohenwerfen liegt inmitten der nördlichen Kalkalpen im Pongau und ist in ihrer Anlage mit der Festung Hohensalzburg vergleichbar, die in denselben Jahren erbaut wurde. Die Burg thront, von Nord und Süd gut sichtbar, am nördlichen Ende des Marktes Werfen auf einem sich 113 m über die Salzach erhebenden Felskegel, dem Werfener Burgberg (697 m ü. A.). 
mit Blick auf die Salzach                          ⇑ Festung Hohenwerfen ⇑                      Greifvogelschau der Falknerei
Diese Burg wurde für unzählige Filmaufnahmen benutzt und wir machten dort Halt, um uns die Burg und die Greifvogelschau genauer anzuschauen. Zu den absoluten Highlights der Burg Hohenwerfen zählt die beeindruckende Greifvogelschau des historischen Landesfalkenhofes. Falken, Geier, Adler und andere heimische Greifvögel zeigen mehrmals täglich ihre Flugkünste und geben Einblicke in die Jahrhunderte alte Kunst der Falknerei. Danach ging es weiter Richtung Linz. Da wir vom Moppedfahren immer noch nicht die Nase voll hatten und Richtung Linz eine Schlechtwetterfront aufzog, beschlossen wir noch ein wenig Richtung CZ zu fahren, bevor wir nach einer Unterkunft Ausschau hielten. Unsere heutige Tour endete dann endgültig nach 317km/5,5Std reiner Fahrzeit, in Rozimberk nad Vitavou/CZ, ca. 60km vor Budweis. Hier hatten wir die Unterkunft:
Hotel u Martina - Kocábka, Rožmberk nad Vltavou 75, Rožmberk nad Vltavou, 38218, CZ gefunden. 👌
Unseren heutigen Tag beendeten wir traditionell mit einer Grillhaxe und einem kühlen Budweiser Bier 👌
 

Tag 14/16 (Mi, 14.07) Rožmberk nad Vltavou, CZ - Karlsbad, CZ (300km)

Wir hatten bis jetzt alles richtig gemacht.
Unsere
nächsten Ziele waren immer so gewählt, dass wir dem Unwetter immer davon gefahren sind. Aus diesem Grunde waren wir auch schon so früh, wieder auf dem Heimweg und in CZ.
Da wir aber noch ein paar Tage vor uns hatten, beschlossen wir heute einen Abstecher nach Karlsbad zu machen.
Also fuhren wir nach Navi, mit der Einstellung (kurvenreichste Strecke) quer über die Dörfer.
Den ersten Zwischenstopp machten wir in Budweis um uns ein wenig die Altstadt anzuschauen. 
Budweis mit Marktplatz, dem Schwarzen Turm & dem Rathaus

Natürlich war es für uns auch eine Pflicht, die 225 Stufen des "Schwarzen Turmes" empor zu steigen, was in voller Moppedmontur, bei diesen Temperaturen, schon eine Herausforderung war....
Blick vom Schwarzen Turm auf Budweis
Ein weiterer Zwischenstopp war am Air Park in Zruc-Senic. Ein nichtalltägliches technisches Museum unweit von Pilsen in der Gemeinde Zruč. Die private Familiensammlung umfasst Dutzende von Flugzeugen, Hubschraubern und Panzern. Manche Exponate darf man nur anschauen, eine ganze Reihe von Fahrzeugen kann man aber betreten und anfassen.
 
Danach ging es dann weiter nach Karlsbad.
 
Karlsbad (Karlovy Vary) ist ein Kurort in der Region Böhmen im Westen Tschechiens. Dank seiner zahlreichen Thermalquellen ist Karlsbad seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Reiseziel. Das am Fluss gelegene Kurzentrum umfasst mehrere Kolonnaden mit Säulengängen. In der modernen Sprudelkolonnade befindet sich der Geysir Pramen Vrídlo, dessen Fontäne bis zu 12 m hochschießt.  

Hier hatten wir uns eine günstige Unterkunft,
Hotel Maltezský Kříž, Stará Louka 50, Karlsbad, 360 01, CZ mitten in der Fußgängerzone gebucht.
Als wir dann unsere Zimmer bekamen, trauten wir unseren Augen nicht, wir bekamen 2 Suiten, wow....
Einen Wermutstropfen hatte allerdings die günstige Unterkunft, sie hatte keine eigenen Parkplätze und in der ganzen näheren Umgebung darf man nicht einfach so parken. 
Man gab uns den Tipp, unsere Moppeds auf dem bewachten Parkplatz vom Grandhotel PUPP abzustellen, was wir dann auch letztendlich taten. Allerdings kostete es uns 700 czk, ca. 28€... 😔 - aber egal, die Unterkunft war es wert.
Den Abend ließen wir dann gemütlich bei einem Stadtbummel, einigen Budweisern & Becherovkas ausklingen.... 

Tag 15/16 (Do, 15.07) Karlsbad, CZ - Teplice, CZ (281km)

Wolkensteiner Zughotel
Wie die Tage auch schon zuvor, orientierten wir uns täglich am Wetterbericht. Aus diesem Grunde hatten wir heute beschlossen nicht zum Fichtelberg zu fahren, sondern wollten die Schlechtwetterfront umfahren. Also ging es erst einmal, über Bärenstein (Nähe Fichtelhäusl) zurück nach Deutschland. 
Dort ging unsere Tour weiter über Annaberg-Buchholz bis nach Freiberg. Natürlich immer auf der kurvenreichsten Strecke. Zwischen durch gab es immer mal wieder Fotostopps. 

Der erste war am Wolkensteiner Zughotel. Dieses originelle Hotel in einem umgebauten Zug und einem ehemaligen Bahnhof von 1865 liegt an der B 101. Es ist 2 Gehminuten vom Bahnhof Wolkenstein und 1 km vom mittelalterlichen Schloss Wolkenstein entfernt. 

Der zweite Stopp war an der Holzbrücke Hohenfichte. Die denkmalgeschützte und überdachte, 55,5 Meter lange und 4,6 Meter breite Holzbrücke von 1832, überspannt etwa fünf Meter über dem Normalpegel die Flöha, die an dieser Stelle 46 Meter breit ist. 
⇑  Holzbrücke Hohenfichte in Mittel-Sachsen
Weiter ging es zum nächsten Fotostopp am Hetzdorfer Viadukt.   
Der Hetzdorfer Viadukt ist eine unter Denkmalschutz stehende ehemalige Eisenbahnbrücke von 1866, der Bahnstrecke Dresden–Werdau über das Flöhatal in Hetzdorf bei Falkenau in Sachsen

ab & an muss man seinem Dickschiff auch mal Respekt erweisen                     Hetzdorfer Viadukt
In Freiberg schauten wir uns erneut den Wetterbericht an und beschlossen nun wieder zurück nach CZ zu fahren, um die Wetterfront zu umfahren. 
Auf der kurvenreichsten Strecke ging es dann zum nächsten Fotostopp, an ein paar malerischen Sandstein-Felsen (Parkovisko pri chate Tisá)
⇑  Kalksandstein-Felsen - Parkovisko pri chate Tisá

Anschließend ging es dann
bis nach Teplice, hier machten wir an unserer letzten Unterkunft: Penzion Aladdin, Masarykova 159/72, Teplice, 41501, CZ halt, auch wieder eine sehr empfehlenswerte Unterkunft 👌
Unseren letzten gemeinsamen Abend ließen wir dann wieder bei einem guten Abendessen und ein paar Bierchen, gemütlich ausklingen....

Tag 16/16 (Fr, 16.07) Teplice, CZ - Berlin, D (324km)

Schloss Weesenstein
Heute war nun der letzte Tag, unserer 16tägigen Moppedreise.
Wir machten uns von Templice, über Altenberg (Fotostopp am Schloss Weesenstein), auf nach Pirna. 
 
Wir machten noch einen Abstecher zur Bastai. Die Bastei ist die berühmteste Felsformation der Sächsischen Schweiz und daher auch das beliebteste Ausflugsziel der Region.
Die Bastai
Anschließend ging es w
eiter über Radeberg zum Schloss Moritzburg, wo wir wieder einen Fotostopp einlegten.
     ⇑ Das Fasanenschlösschen                          Die Moritzburg ⇑                       ⇑ Der Leuchturm in Moritzburg
Das nach Herzog Moritz benannte Schloss Moritzburg ist wohl das schönste Wasserschloss in Sachsen. Im wahrsten Sinne märchenhaft wird es im Winter: Jährlich verwandelt sich Schloss Moritzburg in die zauberhafte Kulisse des legendären Märchenfilms »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel«. Fans wandeln dann auf den Spuren der frechen Prinzessin am Original-Drehort. Eine nach Osten verlaufende Schneise verbindet das Schloss visuell mit dem 1,9 Kilometer entfernten Fasanenschlösschen. Am östlich vom Fasanenschlösschen angrenzenden Niederen Großteich Bärnsdorf liegen ein Miniaturhafen mit Mole und Leuchtturm. Der Leuchtturm in Moritzburg ist ein Binnenleuchtturm in Sachsen. Der Staffagebau (Folly) entstand im späten 18. Jahrhundert als Teil einer Kulisse für nachgestellte Seeschlachten (Naumachie). Er ist der einzige für diesen Zweck gebaute Leuchtturm in Deutschland und gleichzeitig einer der ältesten Binnenleuchttürme der Bundesrepublik.
Danach ging es immer weiter über die kurvenreichste Strecke nach Berlin. Die Strecke führte über Lauchhammer und zu unserem letzten Fotostopp am Besucherbergwerk F60
Besucherbergwerk F60
Nun ging es weiter über Luckau, Teupitz, Zossen und Mittenwalde. Das Ende unserer 16tägigen Tour war dann am 45über0 in Selchow.

Die 4000km Marke hatten wir in den 16 Tage-Rundreise nur knapp verpasst.
Und mit dem Wetter hatten wir alles richtig gemacht, wir mussten nur 2x die Regenpelle überziehen.
Auch in Zukunft werde ich nur noch ohne vorherige Ziele und Buchungen fahren, denn nur so kann man dem schlechten Wetter entfliehen.
Das hatte mir meine Tochter bei unser letzten Pässetour gut gezeigt und dank Handy & booking.com bekommt man überall kurzfristig eine Unterkunft.
 
So das war's, mal sehen wohin es das nächste Mal geht.....
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